in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V.

Sie sind hier

Startseite | Impfung / Therapie

Februar 2014

vollständiger Text als PDF

Professor Dr. phil. Franz X. Heinz, Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie (GfV). Department für Virologie, Medizinische Universität Wien
Das Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) Virus (oft auch Zeckenenzephalitis Virus genannt) kommt in vielen Regionen Europas sowie Zentral- und Ostasiens vor und wird durch den Stich infizierter Zecken auf den Menschen übertragen. Als Folge der Virusvermehrung kommt es bei einem Teil der Infizierten zu einer schweren Entzündung der Gehirnhäute und/oder des Gehirns, die zu Lähmungen – vor allem der oberen Extremitäten – führen kann und in etwa 1% der Fälle tödlich endet. Im Durchschnitt nimmt die Schwere der Erkrankung mit fortschreitendem Alter zu, aber auch Kinder und Babies (letztere haben üblicherweise nur ein sehr geringes Zecken-Expositionsrisiko) können von schweren Verlaufsformen betroffen sein. In manchen Jahren werden im gesamten Verbreitungsgebiet des FSME Virus mehr als 10.000 Erkrankungsfälle registriert, und im September 2012 wurde die FSME (im Englischen ‚tick-borne encephalitis‘) von den ‚European Centers for Disease Control‘ in die Liste der Europa-weit meldepflichtigen Erkrankungen aufgenomme